Belgienfahrt der 9a im Rahmen des internationalen Belgienaustauschs „Kamasnino“

vom 5. bis 11. Februar 2017 in Overpelt, Belgien

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Sonntag
Am Sonntag ging es nach langem Warten endlich los. Hihi, ich hatte wie immer mein halbes Zuhause in mein Köfferchen gepackt. Kaum gingen die Türen des Busses auf, schon stürzten alle Mädels nach ganz hinten, wie die Hühner auf der Stange. Im Bus hörten wir alle zusammen mit Moritz‘ Box Musik und quatschten. Wir kamen eine Stunde früher an. Aber mir kam die Fahrt trotzdem lang vor (5h). Als unser Busfahrer ankündigte, dass wir bald da seien, stieg in mir die Aufregung. Da wir ja zu früh waren, waren die meisten Gasteltern noch nicht da. Die Mädchen nutzten die Zeit, um, wie immer, zusammen auf die Toilette zu gehen. Dabei bekamen wir einen kleinen Einblick in eines der Schulgebäude. Auf mich wirkte die Schule ziemlich sauber und freundlich. Wie in Amerika befanden sich an den Seiten Spinde.

 

Meine Gastfamilie begrüßte mich freundlich. Wir packten erstmal mein ganzes Zeug ins Auto und fuhren zu einer Art Pizza-to-go-Restaurant. Auf der Fahrt unterhielten meine Austauschschülerin Stefanie und ich uns über alles mögliche. Unter anderem über unsere Familien, Hobbies usw.. Bei diesem Restaurant suchte sich jeder eine Pizza (ich: Pizza Hawaii), die wir dann zusammen bei ihnen zu Hause aßen. Ihr Haus lag etwas außerhalb von Overpelt und war ungefähr eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt. Nach dem Essen zeigte mir Stefanie das Haus. Von außen erinnerten mich die Häuser der Gegend ein bisschen an die der Nordsee, nur ohne Strohdach. Alles war aus Backstein. Das Haus von innen war schön und modern. Nur für mich war es zu ordentlich. Ich hatte ein eigenes Zimmer für mich, was ich eigentlich ganz gut fand, da ich abends dann ein bisschen Privatsphäre hatte.
Was ich komisch fand, war der Temperaturunterschied in den Zimmern: Im Badezimmer war es so heiß, dass man sich fühlte wie im Regenwald. Im Wohnzimmer war es normal. In den Schlafzimmer der oberen Etagen war es dafür mega-kalt. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Mit vielen neuen Eindrücken schlief ich an diesem Abend ein und freute mich schon auf den nächsten Tag.

Montag
Die meisten kamen am nächsten Morgen mit dem Fahrrad zur Schule.
In der Aula erhielten wir eine kleine Einleitung und Karten mit unserem Namen, einer Farbe und einem Symbol (z.B. Waffeln). Nach der Farbe ordneten sich drei große Gruppen (jeweils Spanier, Belgier, Slowaken und Deutsche). Wir hatten drei Stationen: Eine Stadtrallye, eine Fotosafari und eine Station, bei der wir Spiele spielten, um uns besser kennen zu lernen.
Späater wurden wir in neue, kleinere Gruppen eingeteilt (diesmal über die Symbole) und machten einen Sportwettbewerb. Wir spielten Hockey, Völkerball, Baseball und Fußball. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Nach der Verleihung des Pokals sind wir alle in unsere Gastfamilien zurückgekehrt. Am Abend haben sich dann noch ein paar Leute zum Bowlen getroffen. Es war ein sehr schöner erster Tag.

Dienstag
Morgens fuhren wir mit dem Zug nach Antwerpen, die Zugfahrt war sehr entspannend und wir konnten uns über den vorherigen Abend unterhalten. Als wir um ca.10.15 Uhr ankamen, waren wir auf einem riesigen Bahnhof. Der Bahnhof war viel größer, als der in Kassel und uns fiel sofort auf, dass da zwei Soldaten mit Sturmgewehren waren. Vor dem Bahnhof teilten die Lehrer uns in Gruppen für die Fotorallye auf. Jede Gruppe bestand aus 1 bis 3 Belgiern, Spaniern, Slowaken und Deutschen. Wir bekamen von den Lehrern Stadtpläne und Fotos von den Sehenswürdigkeiten die wir fotografieren sollten. Es waren 18 Sehenswürdigkeiten, wovon meine Gruppe gerade mal sechs Sehenswürdigkeiten fotografiert hatte, da wir uns an jeder Ecke eine Belgische Waffel geholt haben. An sich ist Antwerpen wie Kassel, es gibt schöne aber auch hässliche Ecken. Die Rallye war ganz okay.

 

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Nach der Stadtrallye haben wir uns wieder mit allen Leuten vom Austausch getroffen.
Eigentlich war der Plan, in ein Museum zu gehen, wovon man den ganzen Blick auf die Stadt hatte. Da es aber schon den ganzen Tag geregnet hatte und nebelig war, änderten wir den Plan. Wir bekamen länger Freizeit, als geplant war. Wir mussten uns in kleine Gruppen aufteilen, in denen mindestens ein Belgier war, da wir den Rückweg zum Bahnhof finden mussten.

Wir haben sehr viele Klamotten gekauft und da wir danach alle hungrig waren, sind wir zu einem Waffel-Stand gegangen. Ich war am Nachmittag etwas schlecht gelaunt, da es die ganze Zeit geregnet hatte, meine Füße kalt waren und wir so viel gelaufen sind.
Der Tag in Antwerpen war sehr schön, wir haben viel neues gesehen. Es war zwar sehr schlechtes Wetter, aber insgesamt war der Tag sehr schön.

Mittwoch
Am Mittwoch hatten wir zwei Schulstunden in der belgischen Schule. In der ersten Stunde war ich mit einer Spanierin und zwei Slowakinnen im Englischunterricht. Wir mussten uns in Gruppen zu je vier Personen einteilen und sollten dann einen Mordfall auf Englisch auflösen. Es war lustig und hat Spaß gemacht. In der zweiten Stunde war ich bei Französisch. Erst haben die Belgier eine Geschichte gelesen und danach sollten wir uns in Gruppen vorstellen, wo wir herkommen, wie wir heißen und mehr. Nach dem Unterricht haben wir Belgische Waffeln gebacken. Sie schmecken besser als die aus Deutschland. Um 15 Uhr war die Schule zu Ende und wir durften nach Hause fahren. Am Abend gab es einen witzigen Tanzabend. Er ging bis 21 Uhr.

Donnerstag
Am Donnerstag sind wir mit allen mit dem Zug nach Brüssel gefahren. Dort haben wir dann Gruppen von 10-20 Schülern gebildet und sind mit ein/zwei Lehrern durch die Stadt gelaufen. Wir hatten eine festgelegte Strecke, die wir auf einer Karte markiert bekommen haben. Nachdem wir eine gefühlte Ewigkeit durch Brüssel gezogen sind und das Wahrzeichen, den „Mannekin Piss“, einen pinkelnden Jungen, gesehen haben, waren wir in einer großen Shopping-Straße wo wir ein bisschen mehr als eine Stunde Zeit hatten um uns frei zu bewegen. Danach sind wir mit zwei überfüllten Zügen zurück nach Overpelt gefahren und zu unseren Gastfamilien gegangen.

Freitag
Dann war er da, der letzte richtige Tag in Belgien! Und wir hatten alle nur einen Gedanken: War nicht gerade erst Montag? Der Freitag begann gleich mit dem peinlichsten Geschehnis der Woche: Unserem Film über Klischees, den wir schon vorher in Deutschland gedreht hatten. Die Belgier, Slowaken und Spanier fanden es lustig, wir ganz und gar nicht. Danach ging es ab in die Busse zur Eishalle, um dort Schlittschuh zu laufen. Die Fahrt dorthin wurde von einer Gesangseinlage von ein paar Belgiern untermalt. Nach der Eishalle und noch einer Gesangseinlage der Belgier auf dem Rückweg waren wir wieder in der Schule und spielten das einzig wahre Kamasino Quiz. Hier nur kurz am Rande: Meine Gruppe hat gewonnen! Der restliche Tag ging viel zu schnell rum und ruck-zuck war die Abschiedsparty gekommen. Ich denke, wir wären alle am liebsten noch eine Weile länger geblieben, aber leider wurden wir am Samstag fieserweise von den Lehrern gezwungen, schon wieder nach Hause zu fahren.

 

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Am Samstag ging es dann wieder zurück nach Kassel.

Amelie, Alina, Daniel, Erika, Finn, Florian, Freia, Hannes, Jennifer, Joana, Laura, Lotte, Madita, Manuel, Marius, Marlena, Marlene, Max, Merle, Moritz & Nils aus der 9a

 

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