Die Schulsozialarbeit an der Offenen Schule Waldau

 

Vom Modellprojekt zum Regelangebot

Im Zusammenhang mit der Entwicklung bildungspolitischer Reformen wurde 1974 das Modellprojekt Schulsozialarbeit an der Offenen Schule Waldau ins Leben gerufen, zunächst in Trägerschaft der AWO und seit 1994 in Trägerschaft der Stadt Kassel, Abteilung Kinder- und Jugendförderung. In dieser Zeit hat sich das Gesicht von Schulsozialarbeit mehrfach geändert, konzeptionell, wie auch personell. Bei allen Veränderungen hat sie sich jedoch immer in Absprache mit der Schule weiterentwickelt und deren Weg als Versuchsschule als zuverlässiger Partner für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer begleitet. Mittlerweile ist Schulsozialarbeit zu einem festen und substanziellen Bestandteil der Offenen Schule geworden und aus dem Schulleben nicht mehr wegzudenken.

 

Unser Selbstverständnis

Als Schulsozialarbeit verstehen wir uns als Bezugspartner und Unterstützer, in erster Linie für Schülerinnen und Schüler, aber natürlich auch für Eltern und Lehrerinnen und Lehrer der Offenen Schule Waldau. Im Sinne einer schwerpunktmäßig präventiven Arbeit, die Kriseninterventionen reduzieren möchte, bedeutet dies, dass wir Ansatzmöglichkeiten für Hilfen bieten, um Kinder frühzeitig zu fördern und notwendige Maßnahmen einzuleiten, bevor Problemlagen sich verschärfen. Dabei versuchen wir zunächst einmal alle Schülerinnen und Schüler der Schule in den Blick zu nehmen, um dann aber besonders denen ein Partner zu sein, die Schule, aus welchen Gründen auch immer, nicht „mit links“ meistern können.
In Zusammenarbeit mit der Offenen Schule und anderen Institutionen im Stadtteil ist es uns ein Anliegen, im Sinne des §11 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes „[…] an den Interessen der jungen Menschen anzuknüpfen [...], sie zur Selbstbestimmung zu befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung […]“ hin zu führen (KJHG, zweites Kapitel §11). Dabei versuchen wir, die Kinder an allen sie betreffenden Fragen zu beteiligen.
Wir verstehen uns im engeren Sinne als ein Baustein im Angebot der Offenen Schule und darüber hinaus als „Netzwerker“ im Stadtteil und letztlich in der Stadt Kassel.