Konzept

Wir über uns -
das pädagogische Konzept der Offenen Schule Kassel-Waldau

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plus 16x16 darblue Leitbild

Die Offene Schule Waldau als Schule für alle Kinder ist einem Bildungsbegriff verpflichtet, der die Verfügung über Fähigkeiten und Haltungen zu Grunde legt,

gut miteinander umzugehen,
Ziele sinnvoll zu wählen und zu erreichen und
Probleme zu lösen.

Gut miteinander umgehen …
heißt für unsere Schülerinnen und Schüler, sich anderen gegenüber kooperativ und unterstützend zu verhalten in Anerkennung aller individuellen Eigenschaften und Bedürfnisse. Daher lautet unsere Schulordnung: Friedlich – freundlich – langsam – leise. Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit  der Kinder und Jugendlichen, ihrer Talente und Bedürfnisse nehmen wir als Stärke wahr. Dadurch eröffnen sich Lerngelegenheiten für alle. Respekt und Verständnis im alltäglichen Umgang werden somit selbstverständlich. Den Eltern wenden wir uns in der gemeinsamen Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen zu und bieten ihnen die Möglichkeit, die Schule aktiv mit uns zu gestalten. Die Lehrerinnen und Lehrer sind in ihrer Zusammenarbeit Vorbild für die Schülerinnen und Schüler und handeln professionell. Unsere Schule ermöglicht in diesem Sinne demokratische Teilhabe.

 

Ziele sinnvoll wählen und erreichen …
heißt für unsere Schülerinnen und Schüler, sich ihren Fähigkeiten und Neigungen gemäß so weit wie möglich zu entwickeln und sich dabei an den Bedingungen ihrer heutigen und zukünftigen Lebenswelt zu orientieren. Ihren Eltern bieten wir Beratung und Information zur gemeinsamen Begleitung ihrer Kinder. Die Lehrerinnen und Lehrer orientieren ihr Planen und Handeln an erreichbaren Ergebnissen und haben dabei die Gesamtheit unserer Schule und die Individualität der in ihr wirkenden Menschen im Blick. Unsere Schule ermöglicht in diesem Sinne ein selbstbestimmtes Leben.

 

Probleme lösen …
heißt für unsere Schülerinnen und Schüler, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten  aufbauend auf der individuellen Ausgangslage beständig auszuweiten, um heute und zukünftig handlungsfähig zu sein. Ihre Eltern unterstützen wir in der Wahrnehmung ihrer Verantwortung durch sachkundige Beratung. Die Lehrerinnen und Lehrer tragen in eigener Verantwortung und im Einklang mit der Schulgemeinde zu Lösungen bei. Unsere Schule ermöglicht in diesem Sinne ein aktives Leben.
Planen und Handeln aller in der Offenen Schule Waldau Tätigen richten sich an diesen drei Zielen aus. Alle Maßnahmen dienen ihrer Umsetzung.

plus 16x16 darblue Die Rahmenbedingungen

Die Offene Schule Waldau Kassel ist eine integrierte Gesamtschule der Sekundarstufe I. Sie ist reformpädagogisch orientiert und gehört zum Kreis der hessischen Versuchsschulen. Zu ihren Entwicklungsschwerpunkten gehören u.a. die inklusive Beschulung, die systematische Ausbildung selbstorganisierter und individualisierter Lernformen im Fach Freies Lernen sowie in den übrigen Fächern, das soziale Lernen sowie die Berufs- und Studienorientierung. Die OSW gehört zu den Pilotschulen Selbstständige Schulen.
Diese Entwicklungslinien verknüpfen sich zu einem kohärenten Schulkonzept, das beständig evaluiert wird, sich weiter entwickelt und durch systematische Lehrerfortbildung und Personalentwicklung neue Impulse erfährt. Die Ganztagsarbeit ist integraler Bestandteil dieses Konzepts und in diesem vielfältig vernetzt. Die Konzeption ist innerhalb der Schulgemeinde hoch akzeptiert und es besteht Konsens darüber, sie ausgehend von ihren Stärken unter Nutzung aller zur Verfügung stehender Ressourcen weiterzuentwickeln.
Die pädagogische Arbeit der OSW ist innerhalb und außerhalb des Landes Hessen hoch anerkannt. Lehrkräfte und Schulleitung sind regelmäßig als Referenten an anderen Schulen und Einrichtungen tätig, um deren Entwicklung mit Beispielen aus der Praxis zu unterstützen. Wöchentlich besuchen Gruppen von Lehrkräften, Schulleitungsmitgliedern, Lehreraus- und -fortbildnern, Schulaufsichtsbeamten und Elternvertretern die OSW, um die Praxis vor Ort kennen zu lernen. Die Elemente der ganztägigen Arbeit sind dabei immer wieder von intensivem Interesse.
Die Gesamtschülerzahl beträgt konstant annähernd 900, die Schülerinnen und Schüler werden in je sechs Klassen pro Jahrgang 5-10 unterrichtet. Die Zahl der Anmeldungen übersteigt seit vielen Jahren die Zahl der zu besetzenden Plätze. Das Kollegium besteht aus knapp 80 Lehrkräften, einer wechselnden Zahl von Assistenzkräften im Bereich Inklusion sowie 12 Lehrkräften im Vorbereitungsdienst.
Die OSW ist organisiert als Teamschule, in der stabile Lehrerteams einen Jahrgang während seines sechsjährigen Aufenthaltes an der Schule begleiten. Die Schülerschaft setzt sich zusammen aus Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil Waldau, die nach dem Besuch der Grundschule Waldau zur OSW wechseln. Diese Gruppe macht zwischen 60 und 70 % eines Jahrgangs aus. Die übrigen Plätze werden mit Kindern und Jugendlichen aus den anderen Stadtteilen der Stadt Kassel besetzt. Bei diesen handelt es sich überwiegend um Kinder aus bildungsorientierten Elternhäusern, die bewusst die Konzeption der OSW wählen. Die Möglichkeit, ganztägige Angebote bis 16:30 Uhr zu nutzen, spielt bei der Schulwahl dieser Elternhäuser eine wesentliche Rolle.
Die Zusammensetzung der Klassen beachtet konsequent eine angemessene Durchmischung sozialer Milieus, unterschiedlicher Talente und Förderbedarfe sowie des Anteils von Jungen und Mädchen. Damit wird eine Heterogenität erreicht, die die Verteilung der entsprechenden Gruppen in der Gesamtbevölkerung widerspiegelt. Die OSW begreift diese Heterogenität als Bereicherung und Chance für die Schaffung von Lerngelegenheiten im personalen, sozialen und kognitiven Bereich. Dabei ist eine gleichmäßige Verteilung eine unabdingbare Gelingensbedingung für förderliche Lernprozesse. Sie ist eine der zentralen Prämissen, an denen sich alle Schritte zur Schulentwicklung orientierten.

 

Das pädagogische Konzept

plus 16x16 darblue 1. Unterricht und Angebote

 

plus kreis 16x16 cya 1.1. Der Offene Anfang

Im Offenen Anfang ab 7.30Uhr können sich die Schülerinnen und Schüler der OSW auf den Schultag einstimmen und
schon ab 8.00Uhr Zusatzangebote (z.B. Chor, Bläserensemble) wahrnehmen oder an einem Förderkurs oder der
Aufgabenbetreuung (in den unteren Jahrgängen) teilnehmen.
Raum ist in dieser Zeit auch für ganz individuelle Förderung für Kinder der Jahrgänge 5 und 6 seitens der Schülerinnen
und Schüler des Sozialen Engagements, die Patenschaften übernommen haben und diese Kinder morgens betreuen.     

plus kreis 16x16 cya 1.2.  Differenzierung und Individualisierung

Wir unterrichten schon lange die Fächer Sozialkunde, Geschichte und Geografie im  Lernbereich "Gesellschaftslehre" integriert. Dies tun wir auch mit den Fächern Physik, Chemie und Biologie im "Lernbereich Naturwissenschaften" bis Jahrgang 8. In den Jahrgängen 9 und 10 differenzieren wir die naturwissenschaftlichen Fächer nach einem besonderen System. Für jedes Fach werden drei Kurse unterschiedlicher Leistungsniveaus angeboten, in die sich die Schüler entsprechend ihres Leistungsvermögens  und  des zu erwartenden Schulabschlusses halbjährlich selbst einwählen.
Wir befinden uns auf dem Weg, das Lernen in Fächern, die Aneignung von Qualifikationen und Kompetenzen in größeren Sinnzusam¬men¬hängen zu gestalten und in möglichst stabilen Lerngruppen zu organisieren.

Dazu gehört:
Wir orientieren unsere Unterrichtsplanung – auf der Grundlage der Standards und Lehrpläne - an einem Kerncurriculum der Schule, das Beschreibungen von Kompetenzen enthält, die im Unterricht angestrebt werden.
Wir bemühen uns, Kindern unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Begabungen und Neigungen im Unterricht in ihrer Klasse soziale Erfahrungen, die sie sonst nicht machen können, zu ermöglichen. Unser Gesamt-Förderkonzept bildet die konzeptionelle Grundlage für unsere unterrichtsbezogene Arbeit. Wir entwickeln Konzepte und Verfahren der Binnen¬differenzierung und Individualisierung, die es ermöglichen, jedem Kind so weit wie möglich gerecht  zu werden. Formen leistungsdifferenzierten Unterrichts im Klassenverband (Grund- und Erweiterungskurs) unterrichten wir derzeit in Englisch und Mathematik in Klasse 7, in Deutsch ab Klasse 8. Daran schließen sich weitere äußere Differenzierungen nach Neigung bzw. Leistung durch Wahlpflichtkurse und Fremdsprachen¬angebote an. In den kommenden Jahren arbeiten wir an der Weiterentwicklung dieses Konzepts.

plus kreis 16x16 cya 1.3.  Das Freie Lernen

Mit dem eigenständigen, aber in die anderen Fächer hinein wirkenden Fach "Freies Lernen" bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern in besonderer Weise die Möglichkeit, Jahr für Jahr neue, vertiefende Kompetenzen selbständigen Lernens und Arbeitens zu erwerben. Das "Freie Lernen" wird in Klasse 5/6 sechsstündig, in 7/8 vierstündig (Erprobungsphase), danach dreistündig unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler eignen sich nach einem in der Schule entwickelten Kompetenzcurriculum Fähigkeiten an. Fachinhalte werden in die Arbeitsvorhaben vertieft und gefestigt.
Im Offenen Labor, das alle Schülerinnen und Schüler mindestens einmal in ihrer Schullaufbahn besuchen, können die Lernenden im Freien Lernen mit Beratung und Anleitung eines Lehrers/einer Lehrerin eigene naturwissenschaftliche Fragestellungen entwickeln und durch selbstständiges Experimentieren bearbeiten.
Außerschulische Lernorte kommen im Freien Lernen ab dem Jahrgang 9/10 verpflichtend hinzu, um den Schülern eine Erweiterung ihres Horizontes auch ins "richtige Leben" zu ermöglichen. Der Ganztag eröffnet hier zusätzliche Möglichkeiten.

plus kreis 16x16 cya 1.4.  Das Fach Religion

 Im Hinblick auf die sehr unterschiedlichen religiös-weltanschaulichen Bezüge unserer Schülerinnen und Schüler und in enger Zusammenarbeit mit Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche wird ein modellhaftes Konzept für den Religionsunterricht umgesetzt: Religion in meiner Klasse. Dieser Religionsunterricht, bestimmt durch die Konfession der Unterrichtenden und die geltenden Lehrpläne, ermöglicht auch nicht- bzw. andersgläubigen Schülern die Teilnahme. Die verfassungsrechtliche Garantie auf einen Religionsunterricht in der eigenen Konfession wird grundsätzlich beachtet. Dieses Konzept wird durch drei Voraussetzungen getragen: Regelmäßige Fortbildungen in Zusammenarbeit  mit den zuständigen kirchlichen Einrichtungen, fachübergreifende Veranstaltungen im Rahmen von Projekttagen und regelmäßige „Religionsgespräche“ mit Vertretern der Kirchen.

plus kreis 16x16 cya 1.5.  Musikalischer Schwerpunkt

 Die Schule bietet in den Jahrgängen 5 und 6 jeweils zwei Bläserklassen an und erweitert dieses Angebot bis zum Jahrgang 8, indem zwei übergreifende Jahrgangsbläserklassen (7 und 8) gemeinsam unterrichtet werden. Aus dieser "Grundausbildung" entwickeln sich für die Jahrgänge 9 und 10 Musikgruppen wie das Bläserensemble, das Kammermusikensemble und die Schülerband. An allen Gruppierungen können aber auch Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgängen teilnehmen. Eine weitere Möglichkeit der musikalischen Ausbildung bietet der Chor „Earlybirds“, an dem Kinder der Jahrgangsstufen 5 und 6 teilnehmen. Für die höheren Jahrgänge gibt es die “7Ups“. Das Repertoire reicht von Songs und Liedern hin bis zur Inszenierung von Musicals.
Die Schulband stellt eine weitere Säule der musikalischen Ausrichtung der Schule dar. Hier können Kinder und Jugendliche im Zusatzangebot gemeinsam Musik machen. Bläserklassen, Chöre und Schulband sind ein wichtiger Bestandteil der Kultur unserer Schule, sie arbeiten vernetzt und repräsen¬tieren die OSW sowohl bei schulischen Veranstal¬tungen als auch bei Auftritten in der Stadt und der Region. Ergänzt werden diese Konzepte durch vielfältige weitere Musik¬ange¬bote für alle Schüler im Nachmittagsbereich. Seit 2008 gibt es einmal jährlich einen Schulmusikabend.

plus kreis 16x16 cya 1.6.  Zusatzangebote

 In den Zusatzangeboten haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich musikalisch, sportlich, technisch-wissenschaftlich, handwerklich, künstlerisch und sprachlich weiterzubilden.
Im theaterpädagogischen Bereich arbeitet die OSW eng mit der Montessori-Theaterschule "Deja vu" in deren Räumen in der Friedrich-Ebert -Straße zusammen.
Eine Mädchen - und eine Jungengruppe, die von den jeweiligen Schulsozialarbeitern angeboten wird, unternimmt im Jahrgang 6 viel gemeinsam und ist vor allem erlebnispädagogisch orientiert.

plus kreis 16x16 cya 1.7.  Bewegte Schule

 Unterrichtserweiternde Angebote finden auch in der einstündigen Mittagspause statt, in der die "bewegte" Schule sich in Pausensport, Toberaum, Nutzen von Sportgeräten, der Kletterwand und Aktionen mit der Schulsozialarbeit widerspiegelt.
Elemente des "Bewegten Lernens" finden sich ebenfalls in der Gestaltung des "normalen" Unterrichts. In diesem Sinne gehen Unterricht und Ganztagsangebote nahtlos in einander über und werden inhaltlich und personell abgestimmt.

plus kreis 16x16 cya 1.8.  Inklusion

Die Schulkultur und das Schulleben werden ebenfalls stark von der langjährigen Erfahrung der Schule mit dem Gemeinsamen Unterricht geprägt.
Seit 1993 gibt es Integrationsklassen, die auch von Kindern mit unterschiedlichen Handicaps besucht werden. Diese Klassen werden von multiprofessionellen Teams, bestehend aus allgemeinbildenden Kolleginnen und Kollegen, Förderschullehrkräften und Assistenzkräften, unterrichtet und betreut.
Das Konzept wurde "inklusiv" erweitert und es umfasst den gesamten Schultag mit Vernetzungen im Stadtteil, der Stadt Kassel und einer Kooperation mit der August-Fricke Schule.
Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung besuchen die Arbeitsstufe, die sich an die Klasse 10 anschließt, und tragen zur Schulkultur bei, indem sie dafür sorgen, dass der Mensadienst geordnet ablaufen kann. Sie kümmern sich darum, dass die Arbeitskleidung der Schülerinnen und Schüler  gewaschen und gebügelt für den Dienst bereitstehen.

plus kreis 16x16 cya 1.9.  Wahlpflichtbereich

Im Unterrichtskonzept der Schule ist ein Angebotskanon von Wahlpflichtbereich, drei jährlichen Projektwochen und der Infobörse Beruf verankert. Diese Möglichkeiten ganzheitlicher Lernarrangements finden sich auch im Bereich des Freien Lernens wieder, in dem mit "Kopf, Herz und Hand" gearbeitet wird.
Die Werkstätten der Schule (Holz/Metall, Keramik, Offenes Labor, Schulgarten, Buchbinderei, Nähen, Schulküche..) bieten dafür den Raum im Unterricht und im Zusatzangebot.
Die Jahrgänge 5 und 6 erhalten stundenweise auch Hilfe von Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klassen, die am Wahlpflichtkurs Soziales Engagement teilnehmen.
Dieser wird geleitet von Frau Gallenkamp, der Pfarrerin in der Gemeinde Waldau, die auch eine halbe Stelle als Lehrerin an der OSW hat. Im Sozialen Engagement erwerben und erproben die Jugendlichen soziale Kompetenzen, die sie befähigen, sich an Praxisprojekten innerhalb und außerhalb der Schule (z.B. im Jugendzentrum Waldau, in der Grundschule Waldau, in den Diakonie Wohnstätten Waldau) zu engagieren. Neben Frau Gallenkamp arbeiten auch eine Schulsozialassistentin und ein Jugenddiakon im Sozialen Engagement mit den Jugendlichen, die als Würdigung nach erfolgreicher Teilnahme die bundesweit anerkannte Jugendleitercard  (JuLeiCa) beantragen können. Frau Gallenkamp betreut – in Zusammenarbeit mit den Förderschullehrerinnen an der OSW und dem Leiter des Wohnverbunds Mitte der Diakonie-Wohnstätten - auch ein weiteres Projekt, bei dem alle Schüler des Jahrganges 9 ihre Fähigkeiten an außerschulischen Lernorten mit einer Vielzahl sozialer und diakonischer Einrichtungen unter Beweis stellen können – dem einwöchigen Sozialpraktikum. In den Osterferien organisiert die Pfarrerin für Jugendliche eine Fahrt zum interkulturellen Jugendtreffen in den ökumenischen  Orden Taizé. Angebote in den Sommerferien über das Ferienbündnis und weitere Projekte im Stadtteil, z.B. dem Familiengarten Waldau, ergänzen das Arbeitsfeld.

plus kreis 16x16 cya 1.10.  Fremdsprachen

An der OSW lernen die Schüler Englisch ab der 5.Klasse. Französisch, Spanisch oder Latein  können in der 7. und Spanisch nochmals in der 9. Klasse als weitere Fremdsprachen gewählt werden.

plus kreis 16x16 cya 1.11.  Abschlüsse

Wir vermitteln alle Abschlüsse der Sekundarstufe I nach den jeweils geltenden Vorschriften sowie die Versetzung in die gymnasialen und beruflichen Oberstufen.
Mit der Herderschule als nahe gelegenem Oberstufengymnasium im Schulverbund besteht eine besondere Kooperation.

plus kreis 16x16 cya 1.12.  Evaluation des Unterrichtskonzepts

 Eine kontinuierliche Evaluation des Unterrichtskonzepts der Schule erfolgt regelmäßig über den Wochenarbeitsplan als Rückmeldeinstrument, der die Interessenlage der Schülerinnen und Schüler aufzeigt und über die halbjährlichen Gespräche mit den Eltern und den Schülern gemeinsam.
Die Lehrerinnen und Lehrer evaluieren ihre unterrichtliche Arbeit auf den vierzehntägig stattfindenden Teamsitzungen und auf dem jährlichen Bilanztag. Außerdem werden die schulinternen Fortbildungen zur Evaluation der konzeptuellen Arbeit und der Planung neuer, sich aus der Reflexion ergebender Themen genutzt.
Das neue Schulprogramm sieht die Einführung kollegialer Hospitationen und gegenseitiger Feedbacks vor.
Die Fachkonferenzen nehmen Fragen der Rhythmisierung in den Doppelstunden ebenso auf wie die Struktur der Förderpläne und der Verankerung der Förderangebote im Offenen Anfang und im Zusatzangebotsbereich.
Die einzelnen Schulentwicklungsgruppen (z.B. AG FL, Koordinationsgruppe, Medien AG, Teamsprecherkonferenz, AG Ganztag) der Schule beziehen die Evaluation  ebenfalls in ihre Arbeit ein.

 

plus 16x16 darblue 2. Schulzeit und Rhythmisierung

 

Tagesrhythmus 15 thumb

Die Schule öffnet jeden Morgen ihre Türen um 7.30Uhr, der Unterricht aber beginnt erst um 8.45Uhr. In dem sogenannten Offenen Anfang erledigen die Schülerinnen und Schüler in ihren Klassenräumen Aufgaben, können in den unteren Jahrgängen an einer Aufgabenbetreuung teilnehmen, tauschen sich aus, spielen, stimmen sich auf den Schultag ein. Eine Lehrkraft pro Jahrgang ist in dieser Zeit Ansprechpartner und beginnt den gemeinsamen Tag mit den Kindern und Jugendlichen, führt Gespräche, berät. Die Rhythmisierung des Tages trägt an dieser Stelle einer entscheidenden Erkenntnis der Biologen Rechnung, dass der Biorhythmus - gerade jugendlicher Menschen -  es ihnen kaum erlaubt, vor 9.00Uhr aktiv zu lernen.
Zweimal in der Woche muss aus stundenplantechnischen Gründen allerdings in der nullten Stunde, um 8.00Uhr, Fremdsprachenunterricht ab Jahrgang 7 stattfinden.
Nach einer dreißigminütigen Frühstückspause geht der Unterricht um 10.45Uhr in der dritten und vierten Stunde weiter. Mittlerweile werden die allermeisten Fächer in Doppelstunden unterrichtet, so dass eine Beruhigung des Tagesablaufs  sich sichtlich  positiv auf die Unterrichtsgestaltung und die Einrichtung von Lernzeiten auswirkt.  
Die einstündige Mittagspause von 12.15Uhr bis 13.15Uhr sorgt zudem dafür, dass die Schülerinnen und Schüler ihrem eigenen Rhythmus und ihren eigenen Interessen entsprechend diesen Teil des Schultages gestalten können.
Alle Kinder und Jugendlichen essen in der Mensa oder der Cafeteria. Damit ist ein wesentliches Merkmal ganztägig arbeitender Schulen erfüllt. Wer den ganzen Tag in der Schule verbringt, muss auch gesund und ausreichend essen (mehr dazu im Punkt Pausen- und Mittagskonzept)
Nach der entspannenden Mittagspause, die Raum für individuelle Gestaltung und Angebote lässt, findet Unterricht bis 14.35Uhr -  auch wieder vornehmlich in Doppelstunden - statt.
Im Anschluss an die 6.Stunde können die Schülerinnen und Schüler aus einem großen Angebot an Zusatzangeboten auswählen, die ihren Interessen entsprechen und in denen sie in kleinen Gruppen lernen können. In den unteren Jahrgängen  gibt es in diesem Zeitraum auch die Möglichkeit, Unterrichtsstoff unter Betreuung aufzuarbeiten und zu vertiefen. Die Angebote enden um 16.30Uhr, in Einzelfällen auch später.
An der Offenen Schule Waldau gibt es keinen Pausen- und Stundengong, sondern alle Arbeits- und Entspannungsphasen gehen fließend und harmonisch ineinander über.
Der Jahresrhythmus der Offenen Schule Waldau umfasst traditionell drei zeitlich festgelegte Kompaktwochen (auch Projektwochen genannt). Die erste findet immer in der Woche statt, in der Rosenmontag liegt, die zweite drei Wochen vor den Sommerferien, die dritte drei Wochen nach den Sommerferien. In diesen Wochen finden Klassenfahrten statt (eine im Jahrgang 5, eine Ende Jahrgang 6, eine zu Beginn des Jahrgangs 8, eine am Anfang des Jahrgangs 10), Projekte werden durchgeführt und das Betriebspraktikum im Jahrgang 9 ist ebenfalls integriert. In diesen Wochen ist der "normale" Rhythmus aufgehoben und die Schulgemeinschaft arbeitet themenorientiert im eigenen Takt. Wichtig sind in dieser Zeit, ebenso wie in dem im Unterrichtsalltag integrierten Fach Freies Lernen,  das Aufsuchen außerschulischer Lernorte und das Kennenlernen von Institutionen und Einrichtungen der Stadt Kassel. Angebahnt werden diese - von den Schülerinnen und Schülern teilweise auch selbständig organisierten und durchgeführten Besuchen - durch das systematische Aufbauen der erforderlichen Kompetenzen im Fach Freies Lernen und sukzessive auch im Sachunterricht.
Das Kollegium plant und evaluiert seine inhaltliche und organisatorische Arbeit auf den vierzehntägigen Teamsitzungen, auf den regelmäßig stattfindenden Fach- und Gesamtkonferenzen und auf der jährlichen zweitägigen schulinternen Lehrerfortbildung.

plus 16x16 darblue 3. Schulkultur, Lern- und Aufgabenkultur

Die Eltern aller Schülerinnen und Schüler der Schule und die Schulleitung unterschreiben eine Lern- und Erziehungsvereinbarung, die umfangreich die gemeinsamen Ziele in der Erziehung der Kinder und Jugendlichen und daraus resultierend die beiderseitigen Verpflichtungen und Rechte beschreibt. Zudem besteht die klare Vereinbarung, dass die Eltern die von den Klassenlehrern kommentierten Wochenpläne regelmäßig lesen und unterschreiben und die Schüler-Eltern-Lehrer- Gespräche wahrnehmen. So wird gewährleistet, dass alle am Erziehungsprozess Beteiligten im Gespräch sind und der Informationsfluss bestehen bleibt. Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich auf die zweimal im Schuljahr stattfindenden Gespräche mit ihren Eltern und Lehrern gründlich vor, indem sie jeweils altersgemäß formulierte Evaluationsbögen ausfüllen und eine Selbsteinschätzung ihrer Arbeit und ihres Verhaltens abgeben. Dies wird möglich, indem partnerschaftliches und soziales Lernen mit den Kindern und Jugendlichen regelmäßig thematisiert wird, und eine Kultur der offenen Diskussion und des wertschätzenden Umgangs miteinander im Unterricht und in dem von den Schülern organisierten Klassenrat und dem Morgenkreis praktiziert wird.
Der systematische Aufbau von Kompetenzen beginnt schon in den ersten Tagen des neuen Jahrgangs 5 mit der Durchführung der ersten Methodentrainings. Damit werden die Grundlagen für selbstständige Formen des Lernens und des binnendifferenzierten Unterricht gelegt. Das Fach Freies Lernen formuliert Standards und Kompetenzen präzise für alle Jahrgangsstufen, die Curricula der anderen Fächer sind ebenfalls kompetenzorientiert angelegt und geben den Kollegen wertvolle Hinweise auch zum binnendifferenzierten Unterricht.
Selbstständige Formen des Unterrichts werden so für die Schülerinnen und Schüler ermöglicht, die Einführung von Checklisten und Lernplänen sorgt zudem für eine individuelle Lernplanung, bei der die Beteiligten jederzeit über ihren Lernfortschritt reflektieren können und über den Wochenplan ebenfalls ein Austausch möglich ist.
Die Schülerinnen und Schüler haben dabei auch die Möglichkeit selbstgewählte Themen in den Werkstätten und außerschulisch zu bearbeiten, die Lehrerinnen und Lehrer stehen als Berater zur Verfügung.
Im Jahrgang 5 erfolgt eine umfassende Diagnostik in den Bereichen Mathematik und Deutsch und es werden zügig Fördermöglichkeiten für die Kinder geschaffen, die einen erhöhten Förderbedarf haben. Die LRS- und Mathematikförderung hat dabei einen besonderen Stellenwert, ebenso wie die Förderung der Kinder, die Deutsch als Zweitsprache erlernen.
Nach den Herbstferien erfolgen Hospitationsrunden in den Klassen 5 an deren Ende  pro Klasse eine ausführliche Konferenz mit allen unterrichtenden Lehrern, den Schulsozialarbeitern und der pädagogischen Leitung der Schule stattfindet. Über jedes einzelne Kind wird gesprochen, Fördermöglichkeiten erörtert und geplant, Förderpläne vorformuliert.
Dieser Förderkreislauf, der die Schritte Diagnose, Schreiben der Förderpläne und die halbjährlichen Evaluationen (Schüler-Eltern-Lehrer-Gespräche) als Struktur hat, bezieht  die Förder- und Aufgabenhilfe der Schule ebenso ein wie die Lernzeiten, die in allen Fächern in den Doppelstunden eingebaut sind. Eine weitere Diagnostik erfolgt im Jahrgang 7.
In den Lernzeiten können neben den Klassenräumen auch die großen "Sozialbereiche" der Jahrgänge genutzt werden. Hier stehen etliche Tische und Stühle zur Verfügung, um in Partner- oder Gruppenarbeit zu lernen, oder auch allein eine Aufgabe zu lösen. Zusätzlich gibt es noch drei Räume in der Schule, in denen kleine Gruppen sich der inhaltlichen Arbeit widmen können (alle drei im ersten Stock des Hauptgebäudes). Aber auch die Stadtteil- und Schulbibliothek, die Cafeteria, das Bistro und der Neubau stehen für diese Lernzeiten zur Verfügung.
Da die Schüler ihre selbständige Arbeit über den Wochenarbeitsplan planen und evaluieren, die Lehrer diesen kontrollieren und kommentieren, ist es auch möglich, die Schülerinnen und Schüler streckenweise ohne direkte Aufsicht arbeiten zu lassen.
Die Lehrerinnen und Lehrer der Schule reflektieren einmal im Jahr ausgiebig ihre Arbeit am sogenannten Bilanztag, traditionell ist das der Pfingstdienstag. Dieser Tag wird aber auch dazu genutzt, binnendifferenzierte Unterrichtseinheiten an den nächstfolgenden Jahrgang weiterzugeben und somit eine Konstanz der differenzierten Arbeit sicher zu stellen. Der Bilanztag hat zudem den Sinn, die Arbeit für das folgende Schuljahr zu planen und die fachliche Koordination zu initiieren.
Ein wichtiger Tag im kulturellen Leben der Schule ist der Werkstattabend, der immer am letzten Freitag im November stattfindet und an dem die ganze Schulgemeinde und viele Gäste teilnehmen. Die Klassen, Zusatzangebote und Werkstätten zeigen Ergebnisse ihrer Arbeit, die musikalischen Ensembles, die Schülerband und die Bläserklassen musizieren, in der Bibliothek dokumentieren die Schüleraustausche ihre Erlebnisse und Erfahrungen. Der Werkstattabend ermöglicht einen guten Blick in das Schulleben der Offen Schule Waldau und ist auch für die Eltern und Kinder gedacht, die die Schule neu kennen lernen möchten.

plus 16x16 darblue 4. Der Ganztag

 

plus kreis 16x16 cya 4.1.  Raum- und Ausstattungskonzept

Die Offene Schule Waldau verfügt in den Jahrgangsbereichen über jeweils sechs Klassenräume, ein Lehrerzimmer und eine Sozialfläche, die ebenfalls möbliert ist und für Unterricht intensiv genutzt wird. Im Rahmen des offenen Anfangs und der nachmittäglichen Zusatzangebote stehen diese Räumlichkeiten für Aufgabenhilfe und Förderangebote offen. Sie sind dann jeweils für diesen Zweck gekennzeichnet, so dass Schülerinnen und Schüler, die nicht an diesen Angeboten teilnehmen, auf andere Räume verwiesen werden. In der Sporthalle steht in den Pausenzeiten jeweils eine Lehrkraft zur Verfügung, die das Bewegungsangebot betreut. Zudem wird der Schulhof mit seinen Spielgeräten und Freiflächen von der Schulsozialarbeit genutzt. In den Jahrgangsbereichen können sowohl die Klassenräume als auch die Sozialfläche für den Aufenthalt in Pausen genutzt werden, wobei die Klassenräume erklärtermaßen als Ruhezonen fungieren. Für den Mittagessensbereich stehen die Mensa, das Bistro, der Musikpavillon (Ottoneum) sowie die Cafeteria für die Einnahme warmer Mahlzeiten zur Verfügung. Die Schulsozialarbeit bietet Räume mit Spielgelegenheiten in den Pausenzeiten und im Anschluss an den Unterricht an.
Die kombinierte Schul- und Stadtteilbibliothek steht an vier Nachmittagen zur Ausleihe von Medien und als Arbeitsfläche bereit. Diese Räumlichkeiten sind zudem mit Arbeitstischen ausgestattet und können als Ruhe- und Arbeitsräume ebenso genutzt werden wie die Sozialflächen in den Jahrgängen.
Das Konzept der bewegten Schule sieht vor, auch bei beengten Verhältnissen in den Klassenräumen die Sozialflächen in den Jahrgängen zu nutzen, um eingebettet in konzentrierte Arbeitsphasen Schülerinnen und Schüler zur Bewegung anzuhalten. Individuell oder in kleinen Gruppen werden sie auch ermuntert, sich kurzzeitig auf dem Schulhof zu bewegen, um eine Rückkehr zu konzentrierter Arbeit möglich zu machen. Zusätzliche Projekträume stehen nur sehr eingeschränkt zur Verfügung. Ein Lehrerarbeitsraum wird nur in Ausnahmefällen für Prüfungen genutzt, steht ansonsten für die ungestörte Arbeit während Freistunden zur Verfügung. Dieser Raum ist, ebenso wie die Teamräume, mit Computerarbeitsplätzen ausgestattet. Damit ist die Arbeit am PC möglich, wenngleich bei weitem nicht jeder Lehrkraft ein eigener Arbeitsplatz zur Benutzung gestellt werden kann.
Neben der gemeinsam genutzten Bibliothek werden Angebote der Bildungsregion in den Räumlichkeiten der Schule durchgeführt. Dies betrifft regelmäßige Gruppen ebenso wie Einzelangebote, insbesondere am Wochenende. Für die Arbeit an Projekten, die unmittelbar in den Stadtteil eingebunden sind, stehen auch Räumlichkeiten des Bürgerhauses, der Kirchengemeinde und andere zur Verfügung. Die Gustav-Heinemann-Wohnanlage bindet das Wahlpflichtangebot Soziales Engagement in die Einrichtung ein. Das Projektbüro, das die Arbeit in der Bildungsregion Waldau koordiniert, befindet sich ebenfalls im Gebäude der Offenen Schule Waldau. Besprechungen der Bildungsregion finden hier bzw. in der Schul- und Stadtteilbibliothek statt.

 

plus kreis 16x16 cya 4.2. Pausen- und Mittagskonzept

Die Schülerinnen und Schüler haben besonders viele Möglichkeiten Pausen als Entspannungsphasen und für individuelle Betätigungen zu nutzen. Sowohl in der Frühstückspause von 10.15Uhr bis 10.45Uhr als auch in der Mittagspause von 12.15 Uhr bis 13.15 Uhr können sie sich vielfältig sportlich engagieren. Der Spielplatz und das freie Gelände der OSW bieten sich zum Ballspielen, zum Fangen- oder Versteckspielen für die Kleineren an, die Sporthalle ist in der Mittagspause für den Pausensport geöffnet, was gerade in den kalten und nassen Jahreszeiten wichtig ist. Außerdem können die Schülerinnen und Schüler sich im Toberaum der Schulsozialarbeiter austoben, Spielgeräte wie Einräder, Springseile, Bälle, Pedalos, Diabolos  für die Pausen ausleihen oder die Spielothek besuchen. Die Schulsozialarbeiter sind für die Schülerinnen und Schüler in den Pausen immer Ansprechpartner.(vgl. S.8)
Wer ein Instrument spielt, kann in den Pausen proben, wer Aufgaben erledigen will, kann das im Klassenzimmer, der Bibliothek oder auf der Jahrgangsfläche (Sozialfläche) tun.
Die Schülerinnen und Schüler dürfen sich immer in ihren Klassenzimmern aufhalten.  Gespräche werden im Jahrgang entspannt und nicht unter Zeitdruck geführt, auftauchende Probleme besprochen und möglichst auch behoben. Eine Atmosphäre der Vertrautheit und Zugewandtheit entsteht dadurch und verstärkt ein positives Lebensgefühl im Ganztag.
In den 25 Minuten zwischen dem Unterrichtsende und dem Beginn der Zusatzangebote können sich die Kinder und Jugendlichen ebenfalls in ihren Klassen aufhalten, das ganze Schulgelände nutzen und mit den Lehrerinnen und Lehrern, den Klassenkameraden entspannt reden. Keiner muss sich hetzen, jeder kann seinem eigenen Rhythmus entsprechend den Tag  in der Schule weiter gestalten. Und wer nach Hause fahren möchte, weil er im Verein, der Musikschule oder in anderen Zusammenhängen für sich Neues entdecken und lernen möchte, der kann das auch tun. Einige Zusatzangebote finden zudem außerschulisch statt.

plus kreis 16x16 cya 4.3. Essenskonzept

Die Offene Schule Waldau setzt seit sechs Jahren ein mehrfach prämiertes umfassendes Konzept zur Essensversorgung im Ganztag in die Realität um.
Grundlage ist die Erkenntnis, dass es nur möglich ist, den ganzen Tag in der Schule zu verbringen, wenn man auch ausreichend mit gesunder Nahrung und gesunden Getränken versorgt wird. Diesen Konsens teilen die Eltern und verpflichten sich in unseren Lern- und Erziehungsvereinbarungen dazu, das Konzept mitzutragen. Folglich essen alle Schülerinnen und Schüler der Schule und circa 70% der Kollegen jeden Tag.
Der Mensaverein, in dem Eltern, Kollegen und Schulleitungsmitglieder zusammen arbeiten, bietet die rechtliche und organisatorische Grundlage dafür. Eine Fachkraft im Mensabüro organisiert das tägliche Prozedere und macht die Abrechnungen. Die Stadt Kassel beteiligt sich an den Kosten der Mittagsverpflegung, in dem sie pro Essen einen  finanziellen Zuschuss gewährt.  Die Eltern zahlen einen monatlichen Betrag von 42,00Euro. Der Preis ist gestaffelt und Familien mit mehreren Kindern an der Schule oder Familien, die wenig verdienen, erhalten Ermäßigungen. In dem Preis sind auch Fehltage durch Krankheit und Klassenfahrten eingerechnet (siehe Veröffentlichung des Mensakonzepts "Waldau isst gut" auf dieser Homepage).

Für die finanzielle Abrechnung haben alle einen Mensa-Ausweis, dessen Daten über einen Computer in der Mensa oder der Cafeteria eingescannt werden.
Eine entscheidende Rolle in der täglichen Verpflegung spielt der Mensadienst. Einmal im Jahr übernimmt eine ganze Klasse samt Eltern und Klassenlehrern diesen Dienst, der dafür sorgt, dass die Tische in der Cafeteria aufgestellt werden, der das Essen mit verteilt, die Stationen kontrolliert und dafür sorgt, dass es immer Nachschub gibt, der die Geschirrrückgabe organisiert und für den Abwasch mit Unterstützung einer Mensaangestellten verantwortlich ist. Ohne den Einsatz des Mensadienstes könnte der günstige Essenspreis nicht gehalten werden, da ansonsten Mitarbeiter für diese Aufgaben eingestellt werden müssten.
Die Klassen führen diesen Dienst zudem gerne und hochverantwortlich aus. Er bietet die Möglichkeit sozialen Lernens und Miteinanders im Ganztag und übt sie in der Übernahme von Verantwortlichkeiten. Die Kinder und Jugendlichen können zudem Stärken und Fähigkeiten zeigen, die im normalen Alltag nicht sichtbar werden.
Während des gesamten Tages stehen zwei Wasserspender "School Water" zur Verfügung und die Schülerinnen und Schüler werden ermuntert, auch während des Unterrichts davon zu trinken. Erlaubt sind zudem alle zuckerfreien Erfrischungsgetränke, die von  Zuhause mitgebracht werden.
In der Frühstückspause wird im Jahrgang 5 und 6 frisches, klein geschnittenes Obst angeboten. Auch hier helfen die Kinder vom Mensadienst.
Alle Schülerinnen und Schüler der Schule können sich in der Frühstückspause mit Milchmixgetränken versorgen, die in der Cafeteria  und in der Mensa angeboten werden. Dort stehen auch Körbe mit frischem Obst für alle.
Übrig gebliebene Snacks und Obst können von denjenigen, die ein Zusatzangebot belegen, auch nachmittags verzehrt werden.

Zur Wahl stehen mittags drei Orte und unterschiedliche Essen:

plus kreis 16x16 grey 4.3.1. Die Mensa:

Hier wird das Essen von der Firma Biond angeliefert und in der Mensaküche frisch zubereitet. Das Essen hat Bioqualität, es wird an mehreren Essenstationen angeboten. Es gibt täglich ein Hauptmenü, eine Salatbar, eine Nudelbar, eine Pizza- und Snackstation, eine Suppenecke, eine Dessertstation und die Wok-Station, an der frisches Gemüse zubereitet wird.

plus kreis 16x16 grey 4.3.2. Die Cafeteria:

Die Firma Berger bietet täglich frische Nudelsorten, Salate, Snacks und Desserts an. Mittags wird der Raum, der eigentlich Durchgang im Hauptgebäude ist, zu einem Essensaal umgewandelt, indem flexible Tischeinheiten aufgebaut werden.
In der Frühstückspause können sich die Schülerinnen und Schüler jeden Tag in der Cafeteria frisch belegte Brötchen und andere gesunde Snacks kaufen.

plus kreis 16x16 grey 4.3.3. Das Bistro:

Mehrmals wöchentlich können die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 das Mensaessen im Bistro einnehmen.
Der große Vorteil für die Esser ist es, dass sie sich erst mittags entscheiden müssen, was sie essen möchten und dann den Ort aufsuchen, an dem das Essen angeboten wird. Das kommt dem Bedürfnis von Kindern und Jugendlichen sehr entgegen.

plus kreis 16x16 cya 4.4. Schule und Ökologie

 Auf dem Weg zu ökologisch bewussterem  und damit auch gesünderem Leben, Lernen und Arbeiten setzen wir die Arbeit mit dem Schulgarten und der Streuobstwiese fort. Im Besonderen der Anbau, die Pflege und die Ernte von Gemüsearten und Kräutern und die damit verbundene Verarbeitung in der Schulküche und dem Bistro ist ein Baustein zur Förderung der gesünderen Ernährung und des selbstständigen Arbeitens der Schüler.

plus 16x16 darblue 5. Kooperationen

An der OSW wird seit Langem eine erfolgreiche Kooperationskultur gepflegt, die im Schulprogramm festgeschrieben ist und die eine Vielzahl von Partnern in den unterschiedlichsten Bereichen einbezieht.

plus kreis 16x16 cya 5.1. OSW als Teamschule: Kooperation der Lehrkräfte im Unterrichtsalltag

Jeder Jahrgang mit seinen sechs Klassen „bewohnt“ jeweils für zwei Jahre einen eigenen Bereich. Ein Team von ca.12 Personen unterrichtet überwiegend in einem Jahrgang und „begleitet“ die Schülerinnen und Schüler über die sechsjährige Schulzeit. Diese Teamstruktur ermöglicht den Lehrerinnen und Lehrern eine intensive Betreuung und Förderung der einzelnen Schülerinnen und Schülern und Klassen im schulischen Alltag und auf längere Sicht. Förderkonferenzen im Jahrgang 5 und Klassenkonferenzen finden in diesem Rahmen regelmäßig statt. Eine Besonderheit der Arbeit in den Teams ist es, dass jedem Jahrgangsteam eine Förderschullehrkraft zugeordnet ist, die sich neben der Klassenlehrertätigkeit der Unterstützung von Kindern mit besonderem Förderbedarf widmet.
Die Teams übernehmen für wesentliche Teile ihres Alltags selbstverantwortlich die organisatorische und inhaltliche Planung und finden sich dazu vierzehntäglich in einer Teamsitzung zusammen. Sie wählen einen oder zwei Organisatoren und einen Teamsprecher oder eine Teamsprecherin, die das Team in der Teamsprecherkonferenz, dem regelmäßigen Treffen für den Austausch zwischen den sechs Teams und der Schulleitung, vertritt. Jedes Team entsendet mindestens ein Mitglied in die Koordinationsgruppe, die sich vor allem um die Umsetzung des Schulprogramms und um den pädagogischen Austausch kümmert. Für die einzelnen Unterrichtsfächer organisiert jeweils ein Vertreter eines Faches die Koordination der Fachkollegen. Neben den Teamsitzungen finden regelmäßig Fachkonferenzen, Gesamtkonferenzen, viele unterschiedliche Arbeitsgruppensitzungen, z.B. die AG Ganztag, statt. Aus aktuellen Anlässen werden Runde Tische eingerichtet.

plus kreis 16x16 cya 5.2 Schulsozialarbeit

Seit Beginn der Offenen Schule sind an der OSW eine Sozialpädagogin und ein Sozialpädagoge tätig, die in Kooperation mit der Kinder- und Jugendförderung im Jugendamt der Stadt Kassel an unserer Schule in der Schulsozialarbeit mit insgesamt 1,5 Stellen arbeiten.
Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Förderung sozialer und interkultureller Kompetenzen in den Klassengemeinschaften, die Begleitung und Unterstützung der persönlichen und schulischen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler, die Konflikt- und Krisenprävention, sowie die Beratung von Lehrern, Eltern und Schülern im Bedarfsfall. Weiterhin bietet die Schulsozialarbeit ein tägliches offenes Pausenangebot in den Pausen an und führt wöchentliche Aktionen im Rahmen der Zusatzangebote durch wie Klettern, Reiten, ein Angebot im Kraftraum oder die Mädchen- und eine Jungengruppe in Jahrgang 6.
In Übereinstimmung mit dem Schulkonzept ist die Einbeziehung der Schulsozialarbeiter in den Jahrgängen 5 und 6 von besonderer Bedeutung. Sie begleiten bereits den Übergang von der Grundschule mit dem Projekt „Brückenbauer“, das den Waldauer Grundschülern den Wechsel an die OSW erleichtert und sie beraten bei der Zusammensetzung der neuen Klassen in Jahrgang 5. Weiterhin nehmen die Schulsozialarbeiter an der Kennenlernfahrt der Schüler des Jahrganges 5 teil und stärken dort die Klassengemeinschaft durch gemeinsame Aktionen, die im Laufe des Schuljahres auf ganztägigen Klassenaktionen wie z.B. kooperativen Abenteuerspielen auf der Jugendburg Sensenstein fortgesetzt werden. Die Schulsozialarbeiter übernehmen zudem die Organisation der „Bildschirmfreien Tage“, eine Projektwoche in Jahrgang 5, die die Schülerinnen und Schüler zu einer aktiven Freizeitgestaltung anregen soll.
In den höheren Jahrgängen findet bei Bedarf anlassbezogene Arbeit mit einzelnen oder mehreren Schülern oder der gesamten Klasse während des Klassenrates, im Unterricht oder am Wochenende statt.
Die Schulsozialarbeit ist selbst Kooperationspartner bei weiteren Projekten, wie z.B. in der Bildungsregion Waldau (u.a. AG schwer erreichbare Jugendliche, dem Sozialen Engagement, AG Übergänge Grundschule/OSW oder dem Ferienbündnis) und arbeitet eng mit dem Jugendzentrum Waldau, einer Einrichtung der Jugendhilfe, zusammen. Die aufsuchende Jugendarbeit am Standort OSW verbindet Schule und Stadtteil.
Zur Planung, Koordination, Durchführung und Evaluation aller Aktivitäten im Bereich Soziales Lernen trifft sich die Gruppe Buddy and Soul regelmäßig. Teilnehmer sind neben der Schulsozialarbeit, Regel- und Förderschullehrkräfte, die Schulpfarrerin, Assistenzen und eine Vertreterin der Schulleitung.

plus kreis 16x16 cya 5.3 Stadtteil- und Schulbibliothek

Die 1976 eröffnete Stadtteil- und Schulbibliothek befindet sich im zweiten Stock des Schulgebäudes. Die Bibliothek wird von den Schülerinnen und Schülern im Unterricht und außerhalb des Unterrichts intensiv genutzt. Hier können sie im Medienbestand oder an den acht PC-Plätzen recherchieren oder auch die Arbeits- und Ruheplätze nutzen.
An den Veranstaltungen in der Bibliothek wie Autorenlesungen, Lesereihen oder Aktionen zum Welttag des Buches nehmen unsere Schülerinnen und Schüler regelmäßig teil. Neben Vorlesewettbewerben in verschiedenen Jahrgängen, auch überregionale,  finden in der Bibliothek häufig Veranstaltungen der Schule, des Stadtteils und der Bildungsregion statt.
Ziel der intensiven Kooperation mit der Bibliothek ist die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler beim Erwerb und Förderung von Lese- und Schreibkompetenz. Im Jahrgang 5 ist der Bibliotheksunterricht fester Bestandteil des Deutschunterrichtes, in dem sich die Schülerinnen und Schüler über den Aufbau der Bibliothek, die Systematik und den Katalog informieren und lernen, gezielt zu recherchieren und Informationen auszuwerten.
Für Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 und 6, die gern schreiben oder das Schreiben üben wollen, bietet die Bibliothek im Januar eine Schreibwerkstatt an, die von Autoren begleitet wird. Jedes Jahr werden die entstandenen Texte in Buchform veröffentlicht. Daneben gibt es einen Schreibwettbewerb in allen Jahrgängen, für die die Schülerinnen und Schüler im Deutschunterricht Texte zu einem vorgegebenen Thema schreiben, die sie dann zum Wettbewerb anmelden können.
Im Rahmen der Bildschirmfreien Tage im Jahrgang 5 führen die Mitarbeiter der Bibliothek eine Lesenacht durch, die immer von vielen Schülerinnen und Schüler besucht wird.
Schülern des Jahrganges 9 bietet die Bibliothek darüber hinaus die Möglichkeit, ihr Betriebspraktikum dort durchzuführen und sich so einen Eindruck in den Arbeitsbereich Bibliothekswesen zu verschaffen.  
Die Mitarbeiter der Bibliothek stellen für den Unterricht in allen Fächern und in enger Absprache mit den Fachlehrern Handapparate zusammen, wie z.B. zu den Gelenkten und Freien Vorhaben im Freien Lernen in den Jahrgängen 7 bis 9.
Auch in den Ferien können die Schülerinnen und Schüler Angebote der Bibliothek besuchen, wie z.B. eine Gedichte-Werkstatt.

plus kreis 16x16 cya 5.4 Stadtteil und Bildungsregion

Von Beginn an sieht sich die Offene Schule Waldau in einer besonderen Verantwortung für ihren Stadtteil.
Mit der Einrichtung der Bildungsregion Waldau, einem im Jahre 2008 initiierten Leuchtturmprojekt der Stadt Kassel, werden alle Bildungsakteure und Arbeitskreise im Stadtteil strukturell und inhaltlich vernetzt. In Übereinstimmung mit der Bildungsvereinbarung engagiert sich die OSW u.a. in den Projekten „Demokratie leben lernen“, dem Patensystem, sowie dem Übergangsprojekt mit der Grundschule „Brückenbauer“, für die die Bildungsregion Projektmittel zur Verfügung stellt. Als Mitglied der Lokalen Steuerungsgruppe und der übergeordneten Lenkungsgruppe trägt die OSW entscheidend zum Gelingen dieses Modellprojektes bei.
Im Rahmen der Bildungsregion bestehen zu allen städtischen Bildungsakteuren im Stadtteil Kooperationen, wie z.B. mit der Grundschule (Brückenbauer, AG Übergänge),  der Kinder- und Jugendförderung oder dem Jugendzentrum Alte Schule. Die jährlich stattfindende Bildungskonferenz dient der Evaluation und Weiterentwicklung der einzelnen Projekte.

plus kreis 16x16 cya 5.5 Kirche

Seit 2009 existiert an der OSW eine bundesweit einmalige Kooperation einer Schule mit der Evangelischen Kirche. Die Pfarrerin der Gemeinde in Kassel Waldau, Frau Barbara Gallenkamp, ist mit je einer halben Stelle beim Landeskirchenamt und beim Staatlichen Schulamt beschäftigt und diese Kooperation eröffnet in besonderer Weise Chancen der über Personen vernetzten Zusammenarbeit im Stadtteil.
Gleichzeitig nehmen Schüler und Kollegen der OSW die Gelegenheit wahr, sich aktiv an kulturellen Veranstaltungen der Gemeinde, wie z.B. an Literaturgottesdiensten, auch in Kooperation mit der Stadtteil- und Schulbibliothek, zu beteiligen und nutzen das Gemeindezentrum als Veranstaltungsort.

plus kreis 16x16 cya 5.6 Berufliche Orientierung

 Selbstverständlich spielen in den Jahrgängen 9 und 10 Berufsorientierung und Berufswahlentscheidung eine große Rolle. Das dreiwöchige  Betriebspraktikum absolvieren alle Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Klasse 9. Die Infobörse Beruf findet einmal im Jahr für die Klassen 9/10 statt. Hier stellen sich Betriebe, aber auch weiterführende Schule und die Universität den Schülern vor und erste Kontakte werden geknüpft.  Schüler, die besondere Unterstützung in der Erreichung des Hauptschulabschlusses und der Berufsfindung benötigen, nehmen an einer Potenzialanalyse teil, die in Zusammenarbeit mit dem Lichtenau e.V, angeboten wird, und durchlaufen im Jahrgang 9 zusätzlich einen wöchentlichen Praktikumstag.
Seit 2007 findet die Infobörse Beruf statt, die sich hauptsächlich an Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrganges richtet, die eine Berufsausbildung anstreben. Neben den Kooperationspartnern Daimler Benz-Achswerk Kassel, der SMA Technologie AG, der Deutschen Bahn und der Oskar-von-Miller-Schule nehmen ca. 20 weitere Betriebe und Institutionen teil. Berufsorientierung zum Anfassen, Informationen aus erster Hand, Gespräche mit AusbilderInnen und vor allem Auszubildenden oder anderen Schulen, Institutionen wie der Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer und der Agentur für Arbeit sind die Schwerpunkte dieses Nachmittages. In jährlichen Gesprächen melden die aufgezählten Kooperationspartner ihre Eindrücke und Erfahrungen zurück und regen dadurch die Weiterentwicklung an.
Ergänzt wird dieses Angebot durch einen Elternabend, der kurz nach der Infobörse-Beruf stattfindet und der einer gezielteren Informationsbeschaffung zur dualen Ausbildung in Form von „Karussell-Angeboten“. In diesen Workshops stehen auch Auszubildende (fast ausschließlich ehemalige Schülerinnen und Schüler der OSW) mit ihren eigenen Erfahrungen den Ausbildungsleiterinnen und –leitern in „Karussellrunden“ zur Verfügung.
Zusätzlich zur Verantwortlichen für Berufsorientierung an der OSW werden die Schülerinnen und Schüler  in allen Fragen rund um die Berufsberatung von einem Berufsberater der Agentur für Arbeit unterstützt, der feste Sprechzeiten anbietet.
Für Schülerinnen und Schüler, bei denen ein Übergang in die gewerbliche Ausbildung ansteht, ist im Jahrgang 9 ein Praxistag eingerichtet, auf dem sie Gelegenheit haben, sich in einem Berufsfeld zu erproben und zu bewähren.
Daimler-Benz betreibt für naturwissenschaftlich begabte Schülerinnen und Schüler die Zusatzangebote Lego League und Solarmobile, und eröffnet den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihr Interesse an MINT-Berufen zu wecken oder zu verstärken.

plus kreis 16x16 cya 5.7 Projektbüro Nordhessen

Die OSW arbeitet im Team mit Kolleginnen des Landesschulamtes, der Studienseminare Fritzlar und Kassel, der Universität Kassel  und der Carl-Schomburg-Schule zusammen im Projektbüro Nordhessen, das Beratung und Fortbildungen zur individuellen Förderung anbietet.

plus kreis 16x16 cya 5.8 Weitere Kooperationspartner

Neben den ausführlich beschriebenen Kooperationspartnern sollen im Folgenden weitere exemplarisch aufgeführt werden: so wird beispielsweise der Schulsanitätsdienst vom Jugendrotkreuz gefördert, ein jährlicher Schwimmkurs für Nichtschwimmer wird in Zusammenarbeit mit der Jugend-DLRG Lohfelden organisiert und ein Pfadfinderprojekt findet statt. Im Bereich Kunst und Kultur bestehen Kooperationen mit dem Montessori Theater Déjà Vu, dem Kammerorchester mit der Herderschule, dem Staatstheater (Zusatzangebot Theater mit Frau Ortolano) oder einer Töpferin, die die Schülerinnen und Schüler in Kompaktwochen oder in Ferienkursen betreut. Alle drei Jahre sind die Young Americans an der OSW zu Gast.

plus 16x16 darblue 6. Partizipation von Schülern und Eltern

 Unsere Schülerinnen und Schüler engagieren sich für ihre Schule, sind in wichtige Entscheidungen involviert und werden aktiv an der Gestaltung der Schule beteiligt. Im wöchentlichen Klassenrat übernehmen die Schülerinnen und Schüler die Verantwortung und üben systematisch Aushandlungsprozesse ein. Die Klassensprecher und der Jahrgangssprecher vertreten ihre Klassen in der Schülervertretung (SV). Bei deren regelmäßigen Treffen werden die Anliegen der Schülerinnen und Schüler diskutiert.
Die SV trifft sich regelmäßig mit einem Mitglied der Schulleitung und bringt Themen für die wöchentlichen Schulleitungssitzungen ein. Die Jahresplanung der SV-Arbeit erfolgt auf einem zweitägigen Seminar, das von den zwei Vertrauenslehrern betreut wird und an dem punktuell der Schulleiter teilnimmt.
Auch im Mensaverein sind Schülervertreter aktiv, nehmen beispielsweise Einfluss auf den Speiseplan oder regen Änderungen an.
Im Freien Lernen entscheiden die Schülerinnen und Schüler selbstständig, aber mit der Unterstützung ihrer Lehrerinnen und Lehrer, an welchem Thema sie arbeiten möchten. In die Planung von Kompaktwochen und außerunterrichtlichen Aktivitäten wie Klassenfahrten sind die Schülerinnen und Schüler einbezogen.
Die Bedeutung der Kooperation mit den Eltern wird bereits deutlich mit deren Unterschrift unter der Erziehungsvereinbarung, mit der sie die Zusammenarbeit mit der Schule zusagen und die bei Aufnahme an die OSW zu unterzeichnen ist. Die Klassenlehrer besuchen alle Schüler im Laufe des 5. Schuljahres zu Hause, um die Eltern besser kennen zu lernen und stellen so eine vertrauensvolle Atmosphäre zu den Eltern her. Diese Beziehungsarbeit wird später bei Eltern-Kind-Nachmittagen, auf Elternabenden, weiteren Klassenaktivitäten oder dem Werkstattabend fortgesetzt. Sie ist die Grundlage für die Zusammenarbeit mit den Eltern, z.B. in den Wochenarbeitsplänen, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeit einschätzen und Lehrer und Eltern ihre Sicht zurück melden. Halbjährlich finden Schüler-Eltern-Lehrer-Gespräche statt, in denen der aktuelle Entwicklungsstand der Schüler aus Perspektive aller Beteiligten evaluiert wird und Ziele für das nächste Halbjahr formuliert werden.
Auf Klassen- und Jahrgangsebene engagieren sich die Eltern als Elternbeiräte, deren Arbeit wiederum vom Jahrgangssprecher der Eltern begleitet wird. Regelmäßige Treffen zwischen interessierten Eltern und Lehrern der Jahrgänge schaffen Transparenz bei der Planung und Durchführung von Unterricht, Kompaktwochen und weiteren Aktivitäten in den Jahrgängen. Sie bieten weiterhin die Möglichkeit, auf Hinweise und Wünsche der Eltern, wie z.B. spezielle Informationsveranstaltungen zu den Themen Pubertät oder Umgang mit Medien einzugehen.
Auf Schulebene werden Eltern über die Arbeit im Schulelternbeirat, durch die Teilnahme an Konferenzen und in verschiedenen Arbeitsgruppen, sowie durch Mitarbeit in Förder- und Mensaverein in die Belange der Schule integriert. Monatlich finden Koordinationstreffen zwischen dem Vorstand des Schulelternbeirates und der Schulleitung statt.
Die Eltern unserer Schüler unterstützen die Lehrkräfte tatkräftig, wie z.B. beim Mensadienst, bei der Gestaltung der Angebote bei den Bildschirmfreien Tagen, bei Klassenaktivitäten, wie Eltern-Kind-Nachmittagen und bei den Zusatzangeboten.
Als Mitglieder der Schulkonferenz bestimmen Schüler und Eltern maßgeblich die Weiterentwicklung der Schule. In der AG Ganztag planen sie inhaltlich mit.

plus 16x16 darblue 7. Netzwerke

 Die Offene Schule Waldau Kassel versteht sich als eine Schule, die sich in einem kontinuierlichen Veränderungsprozess befindet. Dieser ist darauf gerichtet, die eigene bestehende Praxis zu reflektieren und die erfolgreichen Elemente zu konsolidieren. Im Wege der Optimierung werden zu überarbeitende Aspekte benannt und durch alternative Zielsetzungen oder Maßnahmen ersetzt.
Die OSW orientiert sich dabei an den jeweils aktuellen allgemeinpädagogischen, bildungspolitischen und fachdidaktischen Debatten und bezieht deren Ergebnisse kritisch ein.
Als wesentliche Quelle der Bereicherung bedient sie sich dabei der gelingenden Praxis anderer Schulen, mit denen sie in verschiedenen Netzwerken zusammenarbeitet. Sie stellt dort ihre eigene Erfahrung zur Verfügung und profitiert von der der anderen Partner.

Robert-Bosch-Stiftung:
Nach der Verleihung des Deutschen Schulpreises 2006 öffnete sich der Zugang zu anderen Preisträgerschulen. In Meisterkursen, Akademietagungen und Lernforen findet ein intensiver Austausch statt. Gemeinsame Lernlabors zu miteinander vereinbarten Themen erbringen innovative Ergebnisse (z.B. zur Teamentwicklung).

Hertie-Stiftung:
Fragen der Berufs- und Studienorientierung prägen die Zusammenarbeit mit anderen Preisträgerschulen des Wettbewerbs Starke Schule, den die OSW im Jahre 2009 erfolgreich bestritt.

Bertelsmann-Stiftung:
Nach der Auszeichnung mit dem Jakob-Muth-Preis für inklusive Schulen tauscht sich die OSW mit anderen inklusiv arbeitenden Schulen aus und entwickelt sich dadurch konzeptionell weiter.

Blick über den Zaun (BÜZ):
Das reformpädagogisch orientierte Netzwerk BÜZ führt Schulen in bundesweiten Arbeitskreisen zusammen, die einander besuchen und als Kritische Freunde den Entwicklungsstand und die Alltagspraxis der jeweils gastgebenden Schulen in den Blick nehmen und die Ergebnisse rückmelden. Die OSW war im Herbst 2012 Gastgeber ihres Arbeitskreises.

Versuchsschulen des Landes Hessen:
Mit den drei übrigen Versuchsschulen des Landes steht die OSW in regelmäßigem Austausch über ihre Unterrichts- und Schulentwicklung. Treffen auf Leitungsebene zu strategischen Fragen und gemeinsamen Tagungen prägen die Arbeit. Eine gemeinsame Fachtagung zur Frage der Leistungsbeurteilung  im kompetenzorientierten Unterricht fand im Dezember 2012 statt.

Helle Köpfe:
Dieser Schülerwettbewerb führt jährlich besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler aus vier hessischen Gesamtschulen zusammen, die dort einander beispielhafte Präsentationen zu selbst gewählten Themen präsentieren und von einer paritätisch besetzten Jury ausgezeichnet werden.

Austauschfahrten
Wir pflegen intensive Kontakte zu vielen Schulen im Ausland. Es finden jährliche Austauschfahrten nach St. Paul-Trois-Chateaux  in Frankreich und Kas in der Türkei statt. Schülerinnen und Schüler können am Kultur- und Familienaustausch nach Pendle in England teilnehmen. Wir arbeiten seit vielen Jahren in europäischen Projekten mit, in denen nicht nur die Schülerinnen und Schüler sich in gemeinsamen Begegnungen kennen lernen und zusammen arbeiten, sondern auch die Lehrerinnen und Lehrer pädagogische Erfahrungen austauschen und neue Konzepte gemeinsam ausprobieren.
Bei allen Kontakten erleben die Schülerinnen und Schüler kulturelle Vielfalt hautnah. Das Entdecken von Gemeinsamkeiten und die gegenseitige Wertschätzung für die Andersartigkeit der Partner stehen dabei im Focus und helfen jungen Menschen Weltoffenheit und Toleranz zu entwickeln und zu leben.

Comenius Projekte
Seit dem Jahr 2000 hat die OSW fünf europäische Comenius Projekte initiiert und erfolgreich durchgeführt. In allen Projekten sind sich Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler begegnet, haben umfangreiche kulturelle Vielfalt erleben können und viel über ihre Partner, deren Schulen und Heimatorte erfahren. Sie haben sich bei der gemeinsamen Arbeit gegenseitig kennen gelernt, miteinander gegessen, gefeiert und die Gegend erkundet. Dabei  waren die vielfältigen Gemeinsamkeiten und die gegenseitige Wertschätzung für die Andersartigkeit der Partner stets im Focus. Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur erfahren, wie es ist, ihre Schule als Gäste in einem fremden Land  zu repräsentieren, sondern auch als Gastgeber ihren Gästen einen unvergesslichen Aufenthalt in einer gastfreundlichen Atmosphäre zu bieten. Mit vielen Schulen verbindet die OSW eine lange Tradition des Austauschs von pädagogischen Ideen und deren Umsetzung in den Schulalltag..

Die Personenbezeichnungen werden im Text in lockerer Folge in der männlichen bzw. weiblichen Form benutzt. Gemeint sind jeweils beide Geschlechter.

Unterkategorien

Gemeinsamer Unterricht an der Offenen Schule Waldau

 

Ein Anfang ist gemacht - die OSW auf dem Weg zur inklusiven Schule   

Abgängeruntersuchung im GU (Rolf Otto)