Kein Aprilscherz – im Schneegestöber nach Afrika.

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Kein Aprilscherz – im Schneegestöber nach Afrika.

Kein Aprilscherz – im Schneegestöber nach Afrika.

Jahrgang 10 im Kino

Am 1. April 2022 besuchte der gesamte Jahrgang 10 die Kinovorstellung BORGA im Rahmen der SchulKinoWochen.

Der Film handelt von einem Jungen namens Kojo, der mit seiner gesamten Familie in Ghana lebt. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie sich mit dem Sammeln wertvoller Metalle auf einer Elektroschrott-Müllhalde, wo alte elektronische Geräte aus Europa für ihre Rohstoffe auseinandergenommen werden. Während seine Familie, wie die meisten in ihrer Nachbarschaft in Armut lebt, möchte Kojo sie da rausholen.

Kojo möchte Borga werden, was so viel wie reicher, angesehener Mann bedeutet. Doch um ein Borga werden zu können, muss man einen langen gefährlichen Weg gehen. Kojos Weg führt ihn sogar bis nach Mannheim und sogar auch in unser schönes Städtchen Kassel.

Dieser Film zeigt jedoch mehr als das Leben eines jungen Mannes; er behandelt viele wichtige Themen wie: Armut, Pflicht, Drogenhandel, Stolz und Flucht, aber vor allem geht es um das Überleben, welches nicht immer einfach ist. Trotz all dem sollte man immer wieder zu sich finden und wie jemand Kojo empfohlen hat, herausfinden, an welche Regeln im Leben man sich halten muss.

Im Anschluss an den Film hat uns der Regisseur York-Fabian Raabe, der selber aus Kassel kommt,  viele Fragen zu seinem Film und dem Filmedrehen beantwortet.

Uns hat alle erstaunt, wie lange es gedauert hat, diesen Film zu kreieren, denn seit 2012 ist der Film in Vorbereitung. Das Drehen selbst hat mit 2,5 Monaten am wenigsten gedauert.

Die Schauspieler aus BORGA sind ziemlich unterschiedlich. Während die einen Superstars in Deutschland und Ghana sind und schon in vielen Filmen mitgespielt haben, sind andere arme Leute und auch Kinder, die auf der Straße leben.

Dabei ist das Interessante, dass es in Ghana den Chief eines Dorfes gibt. Dieser ist das Oberhaupt und alle respektieren ihn. York musste respektvoll um sein Einverständnis zum Drehen bitten, die er auch bekam. Im Dorf hat der Chief angekündigt, was passiert und die Menschen konnten entscheiden, ob sie in Szenen im Hintergrund  mitspielen oder sich raushalten möchten.

Außerdem hat uns interessiert, wie ausgefallene Szenen inszeniert werden. Der Regisseur hat ausgiebig erzählt, wie sie z.B. vor dem Drehen mehrere Methoden anwenden mussten, um einen Container zum Brennen zu bringen und dass es nicht einfach war, denn die Kamera nimmt anders wahr, als das menschliche Auge. Diverse Verletzungen, wie in diesem Fall Brandwunden, werden oft Stunden lang von der „Maske“ erstellt, damit sie echt wirken.

Insgesamt waren es viele interessante Informationen und York hat sehr überzeugend und motiviert unsere Fragen beantwortet.

Der Film BORGA ist ein echt emotionaler und atemberaubender Film, welcher definitiv weiterzuempfehlen ist.

Homepage: https://borga-themovie.com/
Trailer: https://youtu.be/Gj_wKriiT10

Diana und Karolina (10a)